Neue Jugendwohngemeinschaft eröffnet / AWO investiert in Kirchlengern

Freude über die Eröffnung der neuen Jugendwohngemeinschaft. Von links: AWO-Kreisvorsitzender Norbert Wellmann, Michael Höke (Gemeindeverwaltung Kirchlengern), AWO-Teamleiterin Luba Nidens, AWO-Kreisgeschäftsführerin Gisela Kucknat, AWO-Fachbereichsleiterin Bärbel Bremann und Landrat Jürgen Müller

Der AWO-Kreisverband Herford hat das ehemalige katholische Pfarrhaus neben der Kirche St. Marien gekauft, es umgebaut und in dem Haus eine Jugendwohngemeinschaft eröffnet. Zur offiziellen Eröffnungsfeier kamen auch viele Nachbarn.

Vom Grill zieht leckerer Würstchenduft herüber. Gerne greifen die Gäste zu – auch zu dem wärmenden Kaffee, der bei niedrigen Außentemperaturen gleich kannenweise angeboten wird. Die AWO hat jetzt mit einem Tag der offenen Tür die Eröffnung ihrer neuen Jugendwohngemeinschaft gefeiert.

Mit dabei waren mehrere Offizielle unter anderem von Jugendämtern, Schulen, Gemeinde- und Kreisverwaltung sowie viele Nachbarn, die schnell Kontakt zu den Jugendlichen knüpften und miteinander ins Gespräch kamen. „Ich freue mich sehr, dass so viele Menschen heute bei der Eröffnung sind“, sagte AWO-Kreisvorsitzender Norbert Wellmann und bedankte sich ausdrücklich auch bei den Nachbarn für ihr Interesse.

In der Jugendwohngemeinschaft werden vier Jugendliche ab 16 Jahren auf ihre Selbstständigkeit vorbereitet. Drei sozialpädagogische Mitarbeiterinnen sind im Wechsel zeitweise vor Ort, außerdem gibt es eine Rufbereitschaft. Der Einzug in die Jugendwohngemeinschaft bedeutet für die Jugendlichen ein hohes Maß an Eigenverantwortung für sich und ihre Lebensgestaltung.

Die pädagogischen Fachkräfte verstehen sich als Begleiter und wirken unterstützend. „Wir sind Helfer zur Selbsthilfe und in gewisser Weise auch mal das ´rettende Netz´, das jemanden auffängt, wenn er nicht weiter weiß“, erklärte AWO-Fachbereichsleiterin Bärbel Bremann.

Im Frühjahr 2018 begannen die Umbauarbeiten in der vom AWO-Kreisverband gekauften Immobilie an der Straße „Auf dem Acker“. Im Herbst konnte bereits der erste Jugendliche einziehen. Nach dem Abschluss aller Arbeiten gibt es jetzt in dem Haus zwei „WGs“ mit jeweils zwei Einzelzimmern, zwei Bädern sowie einer gemeinsamen Küche und einem Gemeinschaftsraum. Außerdem gibt es für das gesamte Haus einen großzügigen Garten und einen Büroraum fürs Mitarbeiterteam.

„Es ist wichtig, jungen Menschen eine Chance zu geben. Die AWO hat sich hier auf den Weg gemacht und etwas Gutes geschaffen“, sagte Landrat Jürgen Müller. Als erstrebenswertes Ziel für den Kreis Herford formulierte er eine attraktive Angebotsstruktur, um hier gut aufzuwachsen, zu leben und alt zu werden.

Auch Fachbereichsleiter Michael Höke von der Gemeindeverwaltung Kirchlengern fand lobende Worte und freute sich über die Eröffnung: „Es ist schön, dass die neue Einrichtung bei uns in der Gemeinde ist. Zum Beispiel haben wir hier viele Vereine, die eine gute Jugendarbeit leisten.“

 

  • Offizielle Eröffnungsfeier mit Tag der offenen Tür in der AWO-Jugendwohngemeinschaft neben der Kirche St. Marien
  • Man lernt sich kennen: Zwei Jugendliche, Nachbarn und weitere Gäste der Eröffnungsfeier im Gespräch miteinander

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