Kreis Herford/Löhne, 16.07.2026
Gelungener Filmabend im Schloss Ulenburg: Robotik und Pflege im Fokus
Von links nach rechts: Uwe Borchers (Geschäftsführung Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL), Birgit Brinkmann (Projektkoordinatorin AWO Projekt 60PLUS), Prof. Dr.-Ing. Anna-Lisa Vollmer und Dr.-Ing. Maya Brandt (Uni Bielefeld) sowie Johanna Nolte (Projektmitarbeiterin AWO Projekt 60PLUS).
Großes Interesse an innovativer Gesundheitsversorgung bei Veranstaltung des Projekts „60PLUS – Gesund aktiv bleiben!“
Auf großes Interesse stieß der Filmabend zum Thema „Robotik in der Gesundheitsversorgung“, zu dem das Gesundheitsprojekt "60PLUS – Gesund aktiv bleiben!" des AWO Kreisverbands Herford am vergangenen Freitag in das Schloss Ulenburg eingeladen hatte.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über die Chancen und Herausforderungen moderner Technologien im Gesundheits- und Pflegebereich zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Bereits vor Beginn der Filmvorführung herrschte reger Austausch im historischen Ambiente des Schlosses. Die Gäste informierten sich an den bereitgestellten Infoständen über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Gesundheit, Digitalisierung und Pflege. Die hohe Teilnehmerzahl zeigte eindrucksvoll, wie groß das Interesse an Zukunftsthemen rund um das Älterwerden und die Gesundheitsversorgung ist.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Vorführung des ausgezeichneten Films „Robot & Frank – Zwei diebische Komplizen“. Der Film erzählt die Geschichte eines älteren Mannes, dessen Alltag durch einen Pflege-Roboter unterstützt wird, und beleuchtet auf ebenso humorvolle wie nachdenkliche Weise die Beziehung zwischen Menschen und Technologie. Die Vorführung bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für die anschließende Diskussion.
Besonderes Interesse weckte der abschließende Austausch mit Uwe Borchers vom Zentrum für Innovation der Gesundheitswirtschaft OWL. Anschaulich erläuterte er aktuelle Entwicklungen im Bereich der Pflegerobotik und zeigte auf, wie technische Assistenzsysteme künftig Pflegekräfte entlasten und pflegebedürftigen Menschen mehr Selbstständigkeit ermöglichen können.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Beitrag der Universität Bielefeld, die spannende Einblicke in ihre aktuelle Forschung gewährte. Die Wissenschaftlerinnen Prof. Dr.-Ing. Anna-Lisa Vollmer und Dr.-Ing. Mara Brandt präsentierten innovative Ansätze und Forschungsprojekte zur Nutzung von Robotik im Gesundheitswesen. Vorgestellt wurden auch der kleine NAO-Roboter sowie ein süßer Roboter in Form eines Sattelrobbenbabys.
In der anschließenden, regen Diskussionsrunde wurde deutlich, dass das Thema Robotik einerseits Neugier und Begeisterung weckt, andererseits aber auch Fragen nach Datenschutz, Akzeptanz und zwischenmenschlicher Betreuung aufwirft. Der offene Austausch trug dazu bei, Chancen und Herausforderungen differenziert zu betrachten.
„Die große Resonanz und die angeregten Gespräche haben gezeigt, wie wichtig solche Veranstaltungen sind“, freut sich Johanna Nolte vom AWO Kreisverband Herford. „Unser Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen, über Gesundheitsthemen zu informieren und den Austausch zu fördern. Der Filmabend hat dies auf besondere Weise ermöglicht.“
Die Veranstaltung war Teil der Gesundheitsfilmreihe des Projekts „60PLUS – Gesund aktiv bleiben!“, das den Austausch über Gesundheitsthemen stärkt und zudem Menschen ermutigt, sich in ehrenamtlichen Austauschgruppen zu engagieren. Dank der Förderung durch europäische Mittel und Mittel des Bundes können die Veranstaltungen kostenfrei angeboten werden.
Informationen zu kommenden Veranstaltungen erhalten Interessierte bei Birgit Brinkmannunter der Telefonnummer 05221 /18707-12 oder der E-Mail Adresse: Yi5icmlua21hbm5AYXdvLWhlcmZvcmQuZGU=@invalid.
