Kirchlengern, 21.10.2020

Mädchen und Jungen werden zu Co-Forschern / Zunehmendes Bewusstsein für gutes Essen

Archivfoto/Symbolfoto: Auf einem Wochenmarkt kauften die Kinder und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit einer AWO-Hauswirtschaftskraft frisches Obst und Gemüse ein und bereiteten es anschließend gemeinsam zu.

Das Pädagogenteam vom Kinder- und Jugendhaus des AWO-Kreisverbandes Herford hat gemeinsam mit den Mädchen und Jungen eine Gesundheitswoche organisiert. Gleichzeitig beteiligte sich die Gruppe aktiv an der Studie „Essen in stationären Erziehungshilfen“ vom Institut für Medizinische Soziologie der Universität Halle. So wurden die Kinder und Jugendlichen zu Co-Forschern ihrer eigenen Lebenswelt.

Am Standort in Kirchlengern und in der Innenstadt von Herford gab es spezielle Infos und Aktionen zu gesundem Essen, Medienkonsum und Gesundheitsvorsorge. Weitere Themen waren Sucht und Verhütung, außerdem probierte die Gruppe aktiv mehrere sportliche Mitmach-Angebote aus. Beispielsweise standen Yoga, Joggen und ausgiebige Waldspaziergänge auf dem Plan sowie Traumreisen und Entspannungsübungen.

„Mit viel Freude und Spaß haben wir erreicht, durch besondere Bewegungs- und Ernährungsangebote ein größeres Bewusstsein für Gesundheitsvorsorge im Alltag zu etablieren“, berichtet Hilke Meier, Fachbereichsleiterin Kinder und Jugendhilfe des AWO-Kreisverbandes.

Unter dem Motto „Vom Feld direkt auf den Tisch“ besuchten die Jugendlichen einen Wochenmarkt. Unterstützt von der Hauswirtschaftskraft wurde gemeinsam frisches Obst und Gemüse eingekauft und anschließend zubereitet. Nach dem köstlichen Essen in großer Runde, hielt eine junge Bewohnerin ihren gut vorbereiteten Vortrag über Hülsenfrüchte und Gemüsesorten. Meier: „Vegane Ernährung ist auch bei unseren Jugendlichen ein immer größeres Thema.“

Zum Abschluss der Gesundheitswoche wurde die Innenstadt von Herford zum großen Spielfeld der Gruppe – in Form einer modernen Schnitzeljagd mit dem eigenen Smartphone. Die Freizeitaktivität „Escape Game“ von der City Hunt motivierte, an verschiedenen Orten der Stadt als Team auf Schatzsuche zu gehen, kniffelige Aufgaben zu lösen und verschlüsselte Codes zu knacken.

„Nach wie vor hat Fast Food in Schnellrestaurants eine große Anziehungskraft auf Mädchen und Jungen. Allerdings ist bei Kindern und Jugendlichen ein zunehmendes Interesse für gesundes Essen zu beobachten, außerdem ist ihnen das gemeinsame Kochen in kommunikativer Runde wichtig“, sagt Meier. Nach den guten Projektergebnissen in diesem Jahr, wird eine spezielle „Gesundheits-Aktionswoche“ auch für 2021 in die Jahresplanung aufgenommen.